Martin Luther King: Der Traum vom Frieden

„I have a dream“: Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bittet im olivgrünen T-Shirt mit den eindringlichen Worten von Martin Luther King Jr. um die Unterstützung der USA. Doch von gewaltlosem Widerstand ist dabei leider keine Rede mehr.

Zum 54. Todestag von Martin Luther King Jr. zeigt sich auf unfassbare Art und Weise, warum Gerechtigkeit und Freiheit Werte sind, für die es sich auch im Jahr 2022 lohnt zu … Nein, das Wort „kämpfen“ erscheint im Zusammenhang mit Kings Todestag unangebracht, denn genau das wollte er nicht.

Seinen gewaltlosen Einsatz für Menschenrechte bezahlte King am 4. April 1968 mit dem Leben. Sein Traum jedoch ist lebendiger denn je. Frieden war für die Menschen in Europa ganz im Sinne Kings bis vor Kurzem eine Selbstverständlichkeit. Umso erschreckender, wie zeitgemäß die Worte einer Predigt des Menschenrechtlers erscheinen, die er kurz vor seinem Tod verfasste:

„Wir haben weder Frieden in uns noch Frieden um uns. (…) Unsere Welt ist krank an Krieg. (…) Klugheit aus Erfahrung sollte uns sagen, dass der Krieg etwas Überholtes ist.“* 

Diese Worte hallen schmerzhaft nach. Ist sein Bild einer lebenswerten Welt für seine Kinder ein Traum geblieben? Andreas Malessa, Librettist des Chormusicals Martin Luther King, das sich mit dem Leben und Wirken des Menschen Martin Luther King beschäftigt, beantwortet diese Frage hoffnungsvoll:

„Die Utopie des 17. Jahrhunderts war Friede zwischen den Konfessionen. Undenkbar nach dem 30jähriger Krieg. Die Utopie des 18. Jahrhunderts war Gleichheit der Ständeklassen. Undenkbar im feudal-monarchischen Absolutismus. Die Utopie des 19. Jahrhunderts war Abschaffung der Sklaverei. Undenkbar im Wirtschaftsgefüge weltweiter Kolonialreiche. Die Utopie des 20. Jahrhunderts war Friede zwischen den Völkern Europas. Undenkbar nach zig Millionen Toten zweier Weltkriege. Diese „Träume“ sind in Erfüllung gegangen. 

Bei allem Entsetzen über Putins Überfall auf die Ukraine in 2022: 77 Jahre dauerhafter Friede in den rechtsstaatlich demokratischen Ländern Europas ist ein Ergebnis des Kampfes solcher „Träumer“ wie Martin Luther King.“

„Kings Geschichte ist es wert, in die Welt getragen zu werden, um Menschen zum Guten zu inspirieren“, so Ralf Rathmann, Vorstand der Creativen Kirche, die das Großprojekt seit 2019 veranstaltet. Über 61.000 Zuschauerinnen und Zuschauer und mehr als 16.000 und Sängerinnen und Sänger haben den Traum der sozialen Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit bereits live erlebt und aktiv mitgestaltet. Denn das Chormusical „Martin Luther King – ein Traum verändert die Welt“ ist ein Beteiligungsprojekt, dessen heimlicher Star ein riesiger Chor aus Laien-Sängerinnen und -Sängern der jeweiligen Region ist. Gemeinsam mit hochkarätigen Musicalprofis und einer professionellen Big Band entsteht so eine Unterhaltungsshow mit Tiefgang.

Im Herbst 2022 werden die Corona-bedingt verschobenen Termine nachgeholt. 2023 wird die bundesweite Tour fortgesetzt. 

* Predigt-Auszug „Trumpet of Conscience (dtsch. Ausgabe: "Aufruf zum zivilen Ungehorsam“ 1968) Sie wurde unter dem Titel "Friede auf Erden" wieder veröffentlicht in: Martin Luther King: Schöpferischer Widerstand.

 

Das „Dream“-Team

Die Autoren des Chormusicals Martin Luther King

Ein Traum verändert die Welt

Die Erzählung des Chormusicals „Martin Luther King“

Die Bilanz eines bemerkenswerten Lebens

Sein Traum ist unsterblich, doch er selbst wird nur 39 Jahre alt. Am Tag vor seinem Tod lässt King sein Leben Revue passieren.

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