Kings Kampf für wahres Wahlrecht

Nur auf dem Papier

USA, Februar 1965. Martin Luther Kings berühmte Rede "I have a dream …" liegt nun schon zwei Jahre zurück. Alle Schlüsselpositionen in Politik und Justiz werden weiterhin durch Weiße besetzt, so dass Afroamerikanern der Zugang zu den Wahlurnen systematisch verweigert wird. Ein von Martin Luther King organisierter Protestmarsch von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama, soll das Bewusstsein für die Forderungen der Bürgerrechtsbewegung schärfen. Leider verschärft sich dadurch auch die Lage.

Seit dem Civil Rights Act von 1964 sind (zumindest auf dem Papier) Schwarze und Weiße vor dem Gesetz gleichgestellt. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Schwarze werden weiterhin systematisch diskriminiert und terrorisiert. Zudem dürfen sie sich nicht ins Wählerregister eintragen. Dadurch bleibt ihnen der Zugang zu wichtigen Gremien in Regierung und Justiz versperrt. Auf die Politik haben Schwarze also weiterhin keinen Einfluss.

Als Martin Luther King 1964 den Friedensnobelpreis erhält, wird er im Zuge dessen ins Weiße Haus eingeladen. Für ihn eine gute Gelegenheit, auf die Situation der schwarzen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ...


Am 9. Februar 1965 trifft er sich im Weißen Haus mit Präsident Johnson, um mit ihm über das Wahlrecht für Schwarze zu sprechen. Der Präsiden hält sich bedeckt, denn eine offene Unterstützung des umstrittenen Bürgerrechtlers könnte ihn viele Wählerstimmen kosten. Während das FBI jeden Schritt Kings überwacht, konzentriert sich die wachsende Bürgerrechtsbewegung auf die Stadt Selma. Die Stimmung ist aufgeheizt. Weitere Kundgebungen und Aktionen wurden parallel in den benachbarten Countys Perry, Wilcox, Marengo, Greene und Hale organisiert.

Am 18. Februar 1965 wird Jimmie Lee Jackson, ein junger Bürgerrechtler und Teilnehmer einer dieser Kundgebungen von einem Polizisten gefangen genommen, geschlagen und angeschossen. Er stirbt wenige Tage später. Der schockierende Fall von Polizeigewalt schlägt hohe Wellen, sollte aber schon bald von weiteren Ereignissen überschattet werden.

Ein paar Tage später. Ein friedlicher Protestmarsch in die 86 Kilometer entfernte Hauptstadt Montgomery soll die Öffentlichkeit für die Missstände und Behördenwillkür sensibilisieren. 600 friedliche Demonstranten machten sich am 07. März 1965 gemeinsam auf den Weg. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass die Situation schon kurze Zeit später eskalieren würde. Vor laufenden Fernsehkameras geht die Polizei mit Knüppeln und Tränengas auf die unbewaffneten Demonstranten los. Viele von ihnen knien nieder und beten, wollen Gewalt nicht mit Gewalt beantworten. Weiße jubeln am Straßenrand. Das Fernsehen sendet live.

Als „Bloody Sunday“ ging dieser tragische Tag in die Geschichte ein. Der gewaltlose Widerstand zeigt Wirkung. Nur kurze Zeit später stellt Präsident Lyndon B. Johnson dem Kongress den "Voting Rights Act" vor. Das neue Gesetz sollte die Diskriminierung von Afro-Amerikanern an der Wahlurne beenden und bisherige Einschränkungen des Wahlrechts aufheben. 

Header-Motiv: Mikhail Nilo (Pexels)

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