Was wird eigentlich aus Deinen Spenden?

…wenn Du dich das auch schon einmal gefragt hast, findest Du hier die Antwort!

Die kurze Antwort:

wenn die Aktion Gospel für eine gerechtere Welt Spenden sammelt, z.B. beim Chormusical Martin Luther King oder beim Gospelkirchentag, zählen wir das Geld (zwei Mal und nach dem Vier-Augen-Prinzip) und überweisen die Summe (ohne Abzüge) direkt an Brot für die Welt. Die Organisation unterstützt damit die Arbeit ihrer langjährigen Partner in Kenia. Dass die Spenden effektiv und verantwortungsbewusst eingesetzt werden, bestätigt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit der Vergabe des Spendensiegels.

Die ausführliche Antwort:

Brot für die Welt arbeitet in Kenia mit dem Anglican Development Service zusammen (ADS). Deine Spenden unterstützen die Arbeit dieser kenianischen Organisation. Der Fortschritt wird regelmäßig vor Ort überprüft. Ausführliche Berichte der Leiterin Catherine Mwangi liefern konkrete Zahlen. Hier sind einige davon:

    Seit 2018 (dem Projektbesuch der Aktion Gospel für eine gerechtere Welt) wurden u.a.:

    • ein 16-köpfiges Leitungsteam mit 7 Frauen für das lokalen Wasserressourcen-Nutzerkomitee (WRUA) ausgebildet
    • 69 Frauen und 74 Männer für das WRUA geschult
    • 1 Damm instandgesetzt, erweitert und ausgebaut
    • 1 Damm mit einer Polythene Schicht versehen
    • 2 Grundschulen mit 10 m3 Plastikwassertanks und Wasserauffangleitungen für die Blechdächer ausgestattet
    • Ein 70m3 Zement Wassertank in einer Grundschule instandgesetzt
    • 1 Brunnen instandgesetzt
    • 1 Brunnen mit 14 PVC-Wasserrohren ausgestattet
    • 2,5 km Boden ausgeschachtet und Rohre verlegt 
    • 1 Wasserpumpe installiert
    • 1 Wasserkiosk aufgebaut
    • 2 Flachbrunnen vertieft
    FAQs
    Was macht das Wasserressourcen-Nutzerkomitee?

    Das Komitee sorgt für das lokale Management der Wasserressourcen. Alle Teilnehmer*innen werden ausgebildet, um die nationalen Wasserrechte  und -regelungen zu kennen. Anschließend sind sie an der Planung und Ausführung der Projektmaßnahmen beteiligt. Die Nutzung der lokalen Wasserressourcen bedarf einer Regelung. Diese Regeln sollen nicht von außen aufoktroyiert werden, sondern werden vom lokalen Komitee erstellt. Außerdem sorgt das Komitee für die Instandhaltung der Wasserressourcen.

    Was steht in der Liste nicht?

    Die Liste gibt eine Übersicht über einige Beispiele. Diese Bauten sind zwischen März 2018 und Oktober 2019 umgesetzt worden. Natürlich geht es immer weiter. Die Arbeit des ADS ist in den Gemeinden tief verwurzelt. Sie gehen den Wassermangel ganzheitlich an und suchen in jeder Gemeinde eine individuelle Lösung. Deshalb gibt es Brunnen, Regenwasserspeicher oder Dämme - je nachdem wie die Gegebenheiten vor Ort sind.

    Wie geht es weiter?

    Für die Zukunft sind nicht nur weitere Wasserspeicher geplant, sondern auch Baumpflanzungen. Diese spenden Schatten, ihre Wurzeln schützen vor Bodenerosion und helfen dem Klima. Die Corona-Pandemie und eine Heuschreckenplage von fast biblischen Ausmaßen beeinflussen die Maßnahmen des ADS derzeit.

    Wie sieht es vor Ort eigentlich aus?

    Hier sind ein paar Zahlen zum Projektgebiet im Süden der Region Marsabit:

    • 80% der Bevölkerung lebt von Viehhaltung
    • 83,3% lebt unterhalb der Armutsgrenze
    • 50% der Bevölkerung haben zeitweise Zugang zu sicheren und sauberen Trinkwasserquellen (große saisonale Unterschiede)
    Wie war die Wasserversorgung VOR dem Projekt?
    • Die international empfohlene Mindestmenge an Wasser pro Person beträgt 15 L / Tag. Im Projektgebiet hatten 73,5% der Menschen lediglich 10,2 L/ Tag, d. h. sie mussten sich mit 2/3 des Minimums begnügen
    • 23,5 % der Bevölkerung waren auf ungeschützte Quellen angewiesen
    • Der Wassermangel hatte direkte Auswirkungen auf Hygieneverhalten:
      • Spezielle Orte zur körperlichen Reinigung waren für 78% der Menschen nicht vorhanden
      • Händewaschen wurde, wenn insbesondere vor dem Essen und der Essenszubereitung durchgeführt. Sand ist dabei häufig das Mittel der Wahl zur Reinigung, da Seife wenig verbreitet ist
      • Fast 90% der Haushalte hatten keine sanitären Anlagen, offene Defäkation war üblich. 
    • Der Mangel an Wasser reduzierte die Möglichkeiten die Ernährungssituation zu verbessern, z.B. durch Gemüsegärten
    Und jetzt?

    Das Projekt zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung läuft weiter. Deshalb haben wir derzeit noch keine Zahlen – diese zu erheben ist äußerst aufwendig. Aber Du kannst Dir sicher sein, 5 Brunnen, 1 Damm, 3 Tanks, 1 Wasserkiosk und viele Kilometer Rohre machen einen großen Unterschied.

    Veranstalter:

    Bundesweiter Unterstützer:

    Medienpartner:

    Gospel für eine gerechtere Welt:

    Kooperationspartner: