Miriam Schäfer im Weihnachtsinterview

Zum vierten Advent haben wir Miriam Schäfer ein paar Fragen gestellt. Sie ist die wohl berühmteste deutsche Gospelsängern (so haben sie neulich jedenfalls die Kollegen von Jesus.de beim Gospelkirchentag in Karlsruhe bezeichnet) und wird zusammen mit Stefan Glaser und Christoph Spengler die Uraufführung dirigieren. Miriam ist studierte Singer-Songwriterin (mehr dazu: www.miriam-schaefer.de), sie komponiert leidenschaftlich gerne Songs, ist als Sängerin und Gospelcoach unterwegs, als Referentin für Gospelworkshops sowie in Sachen Gesangstechnik. Und das nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch an der International School of Gospelmusic in Dänemark, auf Gospelreisen in New York, Chicago, in Frankreich... Miriam ist die Gesangsinstanz der WorshipCafe Band in Witten und war in den vergangenen Jahren sowohl als Sängerin als auch als Songwriterin mit eigenen Songs an verschiedenen CD-Produktionen beteiligt – die neueste heißt übrigens „Miracles“.

Miriam Schäfer

Singer-Songwriterin, Dirigentin und Referentin

Advent, Advent – eine Dirigentin: Miriam Schäfer!

Auch deine beiden Dirigentenkollegen für die Uraufführung haben diese Frage schon beantwortet: Was ist das für ein Gefühl 2400 Menschen zu dirigieren? Hast du so etwas schon mal gemacht?

Miriam Schäfer: Ja, ich habe bereits vor mehr als zweieinhalbtausend Leuten gestanden, aber es ist trotzdem für mich eine besondere Herausforderung, und die Aufregung steigt, denn ich bin ja nicht in der Rolle der Sängerin, der Komponistin oder als Workshop-Referentin für den Chor da, sondern – im Dirigat! Und das ist für mich tatsächlich was ganz Besonderes: Diese Aufgabe zu haben, das alles zusammenbringen zu dürfen, den großen Chor mit Band und Orchester – und da freu‘ ich mich auch einfach sehr drauf!

Erzähl mal, welches Lied bei Martin Luther King dir am besten gefällt.

Miriam Schäfer: Einer meiner liebsten Songs ist „I Got a Robe“. Nicht nur, weil es sehr gospelig daherkommt, sondern weil ich die Energie darin mag und die Aussage. Die über das Offensichtliche, offen Sichtbare hinausgeht, eben hin zu der Hoffnung auf die Ewigkeit. Da ist dieser Mut, den hört man richtig raus. Den Mut der Leute, eben weil sie der Verheißung vertrauen. Es war sicherlich so, dass die Menschen in dieser Bewegung mit mitreißender Leidenschaft und ganz, ganz viel Mut auch andere Leute mit auf den Weg genommen haben, um gemeinsam für ihre Rechte einzustehen. Auch in dem Wissen, in dem Vertrauen darauf, dass wir alle Gottes Kinder sind, und dass sie begleitet werden. Und dass das darüber hinaus bis in Gottes Reich hineinwirkt. Ja, und ich mag diesen Song besonders wegen seiner Aufbruchsstimmung, eben weil er so voller Energie sprüht.

Worauf freust du dich bei unserer Aufführung am meisten?

Miriam Schäfer: Tatsächlich auf die Spannung kurz davor, diese Vorfreude. Weil: Das Stück selbst – das kenne ich aus Erfahrung – wird irgendwie viel zu schnell an einem vorbeirauschen. Ich freue mich auf das Hinterher, ich glaube, es wird ein rauschendes Fest. Die Freude, die Dankbarkeit, wenn es geklappt hat. Ich bin aber auch sehr gespannt darauf, die ersten Töne zu hören, wenn wir das wirklich gemeinsam singen, wenn wir das Orchester und die Band dahaben. Da werden viele, viele besondere Momente sein.

An Weihnachten wirst du sogar vor einem Millionenpublikum singen. Nämlich wo?

Miriam Schäfer: Ja, an Heiligabend kommt etwas Besonderes auf mich zu: Ich habe die Ehre, beim ARD-Gottesdienst am Heiligabend die Solistin zu sein (Anmerkung der Redaktion: ARD, 24.12., 16.15-17 Uhr). Wir werden diesen Gottesdienst auch in einer ganz besonderen Örtlichkeit feiern: Nämlich in Haus Kemnade, in der ehemaligen Scheune. Das heißt, wir gehen wirklich in einen Stall, wir haben ein Anspiel mit Kindern, den Studentenchor der Pop-Akademie hier in Witten, mit einer tollen Band dabei. Da freu‘ ich mich sehr drauf. 

Und wie feiert die Familie Schäfer das Fest?

Miriam Schäfer: An Heiligabend habe ich natürlich auch den Gottesdienst in der Pop-Akademie, wo wir als Familie gemeinsam sein werden. Und das Schöne ist – für uns ist das etwas Besonderes – dass dieser Gottesdienst eben nicht mit einer Band oder einem Chor auffährt, sondern dass wir ihn sehr einfach feiern. Ich werde am Flügel sitzen und mit der Gemeinde singen, und es geht darum, dass wir gemeinsam Weihnachten festlich und feierlich besingen. Und dann geht’s zur Familie nach Hause. Und wir werden wirklich besinnlich miteinander feiern und gleichzeitig ein ganz spannendes Fest haben: Wir fahren zu der Familie meines Mannes, und dann kommt sogar meine Familie in diesem Jahr ausnahmsweise zu uns. Wir werden ganz viel aufeinander hocken – das ist das, was wir genießen: Dass wir ganz, ganz viel Zeit haben und miteinander einfach ein paar schöne Tage verleben. Lecker essen, ein paar Lieder singen, die Kinder beschenken und sich daran freuen, wie sehr sie sich freuen…
Euch allen gesegnete Weihnachten!

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