Stefan Glaser im Weihnachtsinterview

Advent, Advent – ein Dirigent: Stefan Glaser!

Zum zweiten Advent stellen wir Euch unseren Dirigenten Nummer zwei vor, der gemeinsam mit Christoph Spengler und Miriam Schäfer die insgesamt 2400 Sängerinnen und Sänger bei der Uraufführung am 9.+10. Februar dirigieren wird: Stefan Glaser verkörpert die Ökumene des Projektes auf besondere Weise, denn er ist Bischöflicher Beauftragter für die Kirchenmusik im Bistum Essen und leitet dort unter anderem ein Projektteam, das christlicher Pop-Musik den Weg ebnen soll. Außerdem dirigiert er verschiedene Chöre und hat gestern (Sa., 08.12.2018) im Essener Pfarrheim St. Bonifatius seine erste Einzelsängerprobe für die Premiere geleitet.

Stefan Glaser

Bischöflicher Beauftragter für die Kirchenmusik im Bistum Essen

Hat alles geklappt bei der ersten Probe Deines Projektchores?

Stefan Glaser: Die 130 Sängerinnen und Sänger waren durch die Übungs-CDs sehr gut vorbereitet, die meisten Töne sitzen schon. Die gemeinsame Arbeit hat große Freude gemacht. Einige haben schon beim Luther-Oratorium erlebt, was für eine Kraft von einem großen Chor ausgehen kann, für andere war dies ein ganz neues Erlebnis – welcher Chor hat schon z.B. 16 Tenöre zur Verfügung? Die emotionale Kraft des Musicals hat man deutlich gespürt. An der rhythmischen Präzision werden wir noch weiter arbeiten :)
 

Zusätzliche Proben von Stefan Glaser

Stefan Glaser bietet als Chordirigent der Uraufführungen zusätzliche Einzelsängerproben an.

Worauf freust Du Dich besonders bei der Aufführung in der Grugahalle?

Stefan Glaser: Es macht mir sehr viel Freude, einen so großen und stimmgewaltigen Chor dirigieren zu dürfen. Die Sängerinnen und Sänger singen mit viel Begeisterung, die sich auf die Zuhörer und natürlich auch auf den Chorleiter überträgt. Mit einem so großen Chor sind dynamische Effekte möglich, die man als Chorleiter sonst nicht erreichen kann.
Auch der ökumenische Hintergrund des Projekts spielt für mich persönlich eine wesentliche Rolle. Es kommen hier viele Christen der unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam ein großes Werk zu realisieren. Die Musik kennt in dieser Hinsicht überhaupt keine Grenzen, sondern hat eine große, verbindende Kraft. Ich hoffe, dass dieses Projekt dazu anregt, auch in unseren Gemeinden noch mehr Ökumene zu leben.

 

Was sagst Du zum Stück? Gibt es schon ein Lieblingslied?

Stefan Glaser: In der Musik und dem Text dieses Werkes steckt nicht zuletzt durch stilistische Vielfalt eine große emotionale Kraft. Besonders gut gefällt mir das Lied „Nimm meine Hand“, dessen thematisches Material in dem Musical immer wieder auftaucht und die Berufung von Martin Luther King symbolisiert, die sich durch sein ganzes Leben zieht. Den Autoren ist ein sehr berührendes Werk gelungen. 

 

Bischöflicher Beauftragter ist ja ein beeindruckender Titel. Was steckt denn an Aufgaben und Arbeitsbereichen so alles dahinter? 

Stefan Glaser: Ich bin Ansprechpartner in den kirchenmusikalischen Fragen, die sich in den Pfarreien und Chören, bei Kirchenmusikern, in Abteilungen des Generalvikariats oder auch in Bistumseinrichtungen ergeben, die nicht vor Ort selbst geregelt oder beantwortet werden können. Dazu gehört die Hilfe bei kirchenmusikalischen Konzepten oder Herausforderungen, die sich bei der Planung der Zukunft von Pfarreien und Bistum ergeben, Hilfestellungen bei Orgelprojekten, die Leitung des Projektteams der Popkantoren, die musikalische Gestaltung und Planung von Bistumsveranstaltungen, das Leiten unseres Projektchors, Orgel- oder E-Pianobegleitung bei Gottesdiensten, Hilfe bei Neubesetzung von kirchenmusikalischen Stellen, Planung von Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen für unsere Kirchenmusiker und vieles mehr...

 

Was hat Martin Luther King für Dich mit Weihnachten zu tun? 

Stefan Glaser: Im Lukasevangelium wird den Hirten die Botschaft von der Geburt Christi verkündet:  „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“. Dafür hat Martin Luther King sein ganzes Leben gelebt, das war sein großer Traum. Seine Weihnachtspredigt im Jahr 1967, die sich direkt auf den Vietnamkrieg bezieht, endet mit den folgenden Worten:
„Ich träume noch immer davon, dass wir mit diesem Glauben imstande sein werden, den Rat der Hoffnungslosigkeit zu vertagen und neues Licht in die Dunkelkammern des Pessimismus zu bringen. Mit diesem Glauben wird es uns gelingen, den Tag schneller herbeizuführen, an dem Frieden auf Erden ist. Es wird ein ruhmvoller Tag sein, die Morgensterne werden miteinander, singen und alle Kinder Gottes vor Freude jauchzen.“

 

Wie feiert die Familie Glaser das Fest? Und was hört sie dabei? 

Stefan Glaser: Wir feiern das Weihnachtsfest, soweit es die beruflichen Verpflichtungen zulassen, im engen Familienkreis. Dabei dürfen Tannenbaum, Kerzen, Krippe (um die eine kleine Modelleisenbahn fährt) natürlich nicht fehlen. Die Musik, die wir hören, ist so vielfältig wie unsere unterschiedlichen Geschmäcker und reicht von den klassischen deutschen und englischen Weihnachtsliedern bis hin zu Jazz und Pop.

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