Fasten für Gesundheit, Natur und Schöpfung

Die Fastenzeit ist eine gute Möglichkeit, sich bewusst mit seiner Ernährung auseinanderzusetzen.  So findet man jährlich „Fasten-Klassiker“  wie  den Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Chips. Der Kreativität im Fasten sind keine Grenzen gesetzt und so fastet ein Freund von mir darauf, sein Essen nachzusalzen.Bevor ich Vegetarier wurde, habe ich jedes Jahr Fleisch gefastet. Anfänglich nur, weil mir die Alternativen wie Süßigkeiten zu schwer fielen. Erst später wurde mir klar, dass ich dadurch generell gesünder lebe, Ressourcen schütze und tatsächlich dazu beitrage, die Schöpfung zu bewahren.Interessiert? Hier findest du fünf Gründe, warum mach (auch) auf Fleisch fasten und sich seines Fleischkonsums bewusst sein sollte.

 

Die 5 Gründe:

1.  Das Recht auf Leben

Wie viele Tiere verzehren wir eigentlich im Laufe unseres Lebens?
Hier muss u.a. zwischen Herkunftsland, Geschlecht und Bildungsniveau unterschieden werden. Frauen essen bspw. nur etwa halb so viel Fleisch wie Männer und je höher der Bildungsgrad, desto weniger Fleisch wird konsumiert.

Jeder Bundesbürger verzehrt im Laufe seines Lebens im statistischen Schnitt knapp 1.100 Tiere – je vier Rinder und Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, je 46 Schweine und Puten sowie 945 Hühner.
Gehen wir einmal davon aus, dass ein*e Bundesbürger*in durchschnittlich etwa 75 Jahre alt wird. Pro Jahr werden demnach knapp 15 Tiere pro Kopf gegessen. Mit anderen Worten: Alle, die fleischfrei konsumieren, retten jedes Jahr 15 Tieren das Leben. Und hier sind weitere Tiere wie Wild und Fische noch nicht einmal mit eingerechnet. Oder anders gefragt: Warum lieben, schützen und verwöhnen wir unser eigenes Haustier, doch verweigern gleichsam anderen Tieren ihr grundlegendes Recht auf Leben?

 

2. Der Einsatz von Ressourcen

Zur Fleischherstellung müssen Unmengen an Ressourcen wie Getreide und Wasser eingesetzt werden.

Um 1 kg Fleisch zu produzieren, werden je nach Quelle 4 bis 16 Kilogramm Getreide oder Soja benötigt. Anders ausgedrückt, müssen demnach bis zu 16 kg Lebensmittel verfüttert werden, um lediglich 1 kg Nahrungsmittel herzustellen. Das klingt irgendwie ineffizient und wenig sinnvoll? Ist es auch.
Bei Wasser sieht es nicht besser aus. Süßwasser ist in vielen Regionen dieser Welt ein knappes Gut. Die Fleischproduktion ist jedoch sehr wasserintensiv. Um beispielsweise 1 kg Schweinefleisch herzustellen, werden 9.700 Liter Wasser verbraucht; bei Rindfleisch etwas über 15.000 Liter! Zum Vergleich werden für 1 Kg Kartoffeln nur 150 Liter und für 1 kg Weizen lediglich 106 Liter Wasser benötigt. Diese Ressourcenverschwendung fördert die soziale Ungleichheit auf der Welt, sowie Kriege und Flucht.

 

3. Die Verhinderung sozialer Ungleichheit

Weltweit leiden rund 821 Millionen Menschen an Hunger. Es gibt wohl weder einen moralischen noch rationalen Grund, warum wir 40 bis 50 Prozent der weltweiten Getreideernte an Nutztiere verfüttern, anstatt das potenziell überschüssige Getreide an hungernde Menschen zu verteilen. Dasselbe gilt für den immensen Wasserverbrauch. Rund 2,1 Milliarden Menschen haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dennoch gehen 30 Prozent des Wassers, das auf der Erde verbraucht wird, in die Viehzucht.

Würden wir alle vegetarisch leben, könnten täglich etwa 25.000 Menschen vor dem Hungertod bewahrt werden.

 

4. Der Schutz des Klimas

Für die Herstellung tierischer Produkte werden weltweit mindestens 32,6 Milliarden Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr ausgestoßen. Das sind über die Hälfte der weltweiten Treibhausgase! Wer also die Folgen des Klimawandels bekämpfen möchte, lebt am besten fleischfrei.

Besonders die Abholzung der Wälder für Weideflächen und die Anpflanzung der Futtermittel, belastet die Klimabilanz eines jeden Fleischessers mit jährlich etwa 1,5t CO-Äquivalenz mehr als die eines ‚Pflanzenfressers‘.

 

5. Die Förderung der Gesundheit

Fleisch an sich ist erst einmal nicht grundsätzlich ungesund. Es enthält bspw. Proteine, Vitamine und Eisen. Doch hier folgt schnell ein ‚aber‘. Zunächst lassen sich diese Nährstoffe natürlich auch über fleischfreie Lebensmittel aufnehmen. Zudem muss geschaut werden, welches Fleisch in welchen Mengen verzehrt wird. Wir essen durchschnittlich betrachtet viel zu viel Fleisch. Die damit einhergehenden tierischen Fette bedingen bspw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes und führen zudem zu einer Gewichtszunahme. Ein weiteres Problem findet sich insbesondere in der Massentierhaltung. Hier werden die Tiere vorsorglich mit Antibiotika behandelt, um Seuchen auf engstem Raum zu verhindern. Das erhöht das Risiko, dass sich (multi-)resistente Bakterien bilden, die unter Umständen von den Verbraucher*innen mit verzehrt werden und insbesondere bei Menschen mit schwachem Immunsystem eine Infektion auslösen können.

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