Nadine singt ihren Traum

„Das war krass magisch.“ Mit einem Funkeln in den Augen beschreibt die junge, charismatische Frau ihren Schlüsselmoment bei der Aufführung des Chormusicals Martin Luther King in Offenburg. Denn genau hier hat sie den Entschluss gefasst, Musicaldarstellerin zu werden.   

Vor einiger Zeit erreichte uns eine schöne Nachricht über Instagram. Nadine Mossbrugger (23) verlinkte uns auf ihren Beitrag und schwärmte von ihrem Schlüsselmoment, den Sie als Teilnehmerin bei unserem Chormusical in Offenburg hatte. Heute macht Sie eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der SAMTS StageArt Musical & Theatre School in Zürich. Darüber wollten wir mehr erfahren und luden sie zum digitalen Interview ein. 

Auf die Frage, ob es schon immer ihr Traum war, Musicaldarstellerin zu werden, verrät sie uns: 

„Ja, war schon lange ein Traum von mir. Nach der Realschule kam dann die große Frage: Was willst du mit deiner Zukunft machen? Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie, die mich immer unterstützt hat. Die haben das damals ganz gut aufgenommen. Auf den gut gemeinten Rat hin “ Lern aber nochmal was anderes“, machte ich dann aber doch erst die Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin. Seit 2017 arbeite auch in diesem Beruf. Parallel mache ich im 3. Semester die Ausbildung an der SAMTS. Und das ist ehrlich gesagt auch der Fokus in meinem Leben. Das macht mich einfach glücklich.“ 

Nadines Augen strahlen, als sie das sagt. Leidenschaftlich beginnt sie zu erzählen, wie sie zum Chormusical und generell zum Singen kam: 

„Ich singe seit ich 7 bin im Chor Rückenwind, einem Gospelchor in meinem Heimatdorf Warmbach an der Schweizer Grenze. Das ist echt so ein Herzensprojekt wo ganz viel Liebe drinsteckt. (…) Unser Chorleiter Michael Kleiner ist so ein inspirierender Mensch. Er hat mich zum Chor gebracht und uns damals vorgeschlagen, bei King in Offenburg mitzumachen.“ (Nadine verriet uns, dass er zudem ein sehr bescheidener Mensch ist, daher erwähnen wir ihn hier erst recht. Denn genau solche inspirierenden Menschen kann die Welt gut gebrauchen.) 

Wir wollten von ihr wissen, wie wichtig ihr das gemeinsame Erlebnis und die besondere Gemeinschaft dabei waren. 

„Gemeinsam was erleben, war vorher schon was Wichtiges für mich. Der Name unseres Chores „Rückenwind“ kommt von einem Song, in dem es genau darum geht, dass man von manchen Menschen im Leben Rückenwind bekommt. Und das tut gut. (…) Genau deshalb gibt einem dieses Projekt auch so viel. Weil man sich gegenseitig trägt.“ 

Wir erfahren, dass Nadine in ihrer Heimatgemeinde die Sternsinger geleitet hat, beim Sommerlager half und sich musikalisch nicht nur im Chor engagierte. Auf die Frage, welche Rolle der Glaube für sie dabei spielt, antwortet sie ehrlich: „Glaube ist nicht so stark in meinen Alltag integriert, aber er hat einen festen Platz in meinem Leben. Er gehört dazu und er schwingt immer mit. Ich war immer in meiner Gemeinde aktiv mit vielen schönen Aktionen, zum Beispiel an Heiligabend. Da schenken wir den Menschen jedes Jahr ein paar schöne Sternstunden.“

Als wir sie erneut auf den Schlüsselmoment ansprechen, den sie in ihrem Beitrag beschrieben hatte, merkt man ihr ihre Freude sogar durch das Telefon hindurch an: 

„Man war einfach Teil des Ganzen, gemeinsam mit den Darstellern. Die hatten uns so auf dem Schirm, das war ein besonderes Miteinander. Und doch hatte ich das Gefühl, als wäre der Scheinwerfer nur auf mich gerichtet. So eine Energie, als würde ich alleine singen. (…) Wir standen auf der Bühne beim Soundcheck und es wurde gefragt, ob jemand einen Demonstranten spielen möchte. Ich hab laut HIER geschrien, bin die Treppe runtergerannt (nicht gelaufen, gerannt) und hab dem Ordner das Bändchen aus der Hand gerissen. Der Moment war bekloppt aber ich dachte mir nur: Das lass ich mir nicht entgehen. Ich werde in der ersten Reihe stehen.“ 

Dieser Traum ist nicht mehr fern. Neben Ballet, Jazztanz, Stepptanz und Gesang stehen bei der Ausbildung zur Musicaldarstellerin Liederinterpretation, Schauspielunterricht, Moderation, Phonetik und Musiktheorie auf dem Stundenplan. Vor kurzem, so verrät ihr Instagram-Profil, hat sich Nadine ihre ersten Visitenkarten machen lassen.  

„Als ich damals meinen Freunden sagte, ich geh auf die Musicalschule, sagten alle „Ja klar, mach du mal.“ Aber dass es wirklich ein Traum von mir ist und mein Lebensinhalt, ist nicht immer angekommen. Krass! Wenn mich bald jemand fragt, dann werde ich sagen: Ich bin Musicaldarstellerin. Schwarz auf weiß. Das ist ein großartiges Gefühl.“ 

Zum Schluss des Gesprächs zieht sie Bilanz: „Ich habe für mich festgestellt, wie wichtig es ist, an sich und seine Träume zu glauben. Ich habe dabei so viel über mich gelernt. Zum Beispiel dass nichts unmöglich, ist wenn man fleißig ist und an sich glaubt. Das habe ich aus dem Musical mitgenommen, dass es der Mut der Menschen ist, der die Welt verändert. Auch im Kleinen.“ 

Teile auch Du Deinen besonderen King-Moment mit uns.  
Verbindest auch Du ein besonderes Erlebnis mit dem Chormusical Martin Luther King? Oder gibt es vielleicht eine Geschichte, die Du wie Nadine gerne mit uns teilen möchtest? Dann melde Dich gerne bei uns: meinmoment(at)king-musical.de

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